Gemeinschaftsgrundschule Altena
Gemeinschaftsgrundschule Altena

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Unser Leitbild

Leitbild der Grundschule Altena: „Erziehung zur Handlungsfähigkeit“

Zuletzt überarbeitet im Februar 2017

 

Neben der Wissensvermittlung im Sinne der in den Lehrplänen des Landes Nordrhein-Westfalen festgelegten Kompetenzerwartungen für die einzelnen Unterrichtsfächer sollen an der Grundschule Altena auch individuelle und soziale Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert bzw. gesteigert werden. Im Nachfolgenden sollen diese Kompetenzen kurz beschrieben werden.

 

Notwendige individuelle Kompetenzen sind:

 

  • Selbstständigkeit

 

Diese Kompetenz intendiert die Schulung eines weit gespannten Bogens unterschiedlich komplexer Fähigkeiten und beinhaltet eine Fülle von Einzelaspekten wie beispielsweise:

 

  • Kinder sollen sich selbstständig aus- und ankleiden können,
  • Kinder sollen den Schulweg selbstständig zurücklegen können,
  • Kinder sollen sich selbstständig mit angebotenen Spielmaterialien beschäftigen können,
  • Kinder sollen sich selbstständig Gehör verschaffen können,
  • Kinder sollen ihr Schulmaterial selbstständig organisieren und in Ordnung halten können,
  • Kinder sollen die erlernten Arbeitstechniken selbstständig anwenden können,
  • Kinder sollen eigenen Interessenschwerpunkten selbstständig nachgehen können.

 

  • Selbstbewusstsein

 

Mit der Steigerung der Selbstständigkeit erwächst ein gesundes Selbstbewusstsein. Die Schülerinnen und Schüler bekommen Rückmeldungen über ihre bereits erworbenen Kompetenzen und schöpfen aus diesem Wissen die Zuversicht, neue unbekannte Aufgaben meistern zu können. Rückmeldungen aus der Klassengemeinschaft sind hier ebenso wichtig wie die der unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer.

 

  • Reflexionsfähigkeit

 

Die Fähigkeit zu reflektieren fördert die Selbstständigkeit und Selbsterkenntnis, sie ist eine der Grundlagen für gruppenorientiertes Arbeiten und der Transfer von Lerninhalten.

 

In der Reflexion über die eigene Person, das eigene Verhalten und Arbeitsergebnis erkennen Kinder eigene Stärken und Schwächen, aber auch spezielle Neigungen und Einstellungen. In der Lerngruppe ist es ferner notwendig, auch das Verhalten und die Arbeitsergebnisse von anderen Kindern zu reflektieren. Mit der Schulung der Reflexionsfähigkeit erwachsen dem Kind Möglichkeiten und Wege, das eigene Verhalten und Lernen ebenso zu bedenken und zu verbessern wie das Verhalten und Arbeiten innerhalb der Gruppe. Der Lernprozess wird thematisiert und in seiner Ergebnishaftigkeit gestärkt.

 

Aus den drei genannten individuellen Kompetenzen erwachsen weitere soziale Kompetenzen, die der Stärkung eines Verhaltens dienen, welches sowohl dem Individuum als auch der sozialen Gruppe dienlich und förderlich ist.

 

 

Notwendige soziale Kompetenzen sind:

 

  • Verantwortungsbewusstsein

 

Ein in seiner Individualität gestärktes Kind ist befähigt und gewillt, Verantwortung für seine eigene Person und die Lerngruppe zu übernehmen. Damit wird die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung antizipiert. In der Grundschule Altena wird darauf hingewirkt, dass die Schülerinnen und Schüler einen verantwortungsbewussten Umgang mit Mitmenschen, Umwelt und Materialien einüben. Die Übernahme von Verantwortung für die eigene Person und andere Menschen kann durch die Akzeptanz und Pflege gesellschaftlich verbindlicher Regeln unterstützt werden.

 

  • Kritikfähigkeit

 

Auch bei der Anbahnung und Förderung der Kompetenz Kritikfähigkeit sind zwei unterschiedliche Adressaten (Individuum und Lerngemeinschaft) zu berücksichtigen. Beiderlei Kritik muss deutlich konstruktive Merkmale aufweisen. Stets erfährt das Kind die Annahme seiner eigenen Person und lediglich die kritische Würdigung seiner einzelnen Äußerung, Handlung oder seines Lernprozesses, die auch Alternativen zum Vorausgegangenen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt.

 

  • Kooperationsfähigkeit

 

Die Fähigkeit zu kooperieren schafft die Grundlage für ein echtes Miteinander in Schule, Beruf, Familie und Gesellschaft. Ein kooperatives Zusammenleben erfordert häufig das Zurücknehmen der eigenen Person zur Stärkung des Ganzen. Dabei stehen Fähigkeiten wie

 

  • etwas teilen, abgeben oder ausleihen können,
  • anderen Schülerinnen und Schülern helfen oder sie beraten,
  • die eigenen Interessen zurücknehmen

 

u.a. im Mittelpunkt der schulinternen Kooperation.

 

  • Toleranz

 

Tolerantes Verhalten respektiert verschiedene Meinungen, ein unterschiedliches äußeres Erscheinungsbild (Hautfarbe, Kleidung, etc.), Minderheiten und Religionen. Eine breite Form der Toleranz führt nicht nur zu vielfältigen Erfahrungen in allen Bereichen, sondern bereitet auf eine sich ständig verändernde Zukunft vor, die u.a. in unserer Gesellschaft die Toleranz zwischen verschiedenen nationalen und religiösen Gruppen erfordert. Toleranz garantiert Vielfältigkeit, die bereichert, und sie legt den Grundstein zur Gleichberechtigung.

 

Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer gestärkten Individualität die oben genannten Fähigkeiten erworben oder vertieft haben, sind zu sozialem Handeln aus innerer Einstellung bereit.

 

Dieses soziale Handeln wird dann deutlich in Verhaltensweisen wie beispielsweise Hilfsbereitschaft, Umgangsformen und einem konstruktiven Umgang mit Konflikten.

 

Für die Grundschule Altena ist festzustellen, dass ein Teil unserer Schülerinnen und Schüler ein entschiedenes erzieherisches Handeln der Lehrerinnen und Lehrer benötigt, um erfolgreichen Unterricht und ein friedfertiges soziales Miteinander zu ermöglichen. Es nicht davon auszugehen, dass alle Kinder in ihrer Lernentwicklung bis zum Schulbeginn eine hinreichende altersadäquate individuelle und soziale Kompetenz erworben haben, da die außerschulische Lebenswelt die Anbahnung dieser Kompetenzen in einigen Fällen offensichtlich nicht zu leisten vermag. Es gilt daher, ihnen diese zu vermitteln.

 

An der Grundschule Altena gibt es daher mehrere Projekte, die dem Bereich „Soziales Lernen und Gewaltprävention“ zuzuordnen sind und im Folgenden kurz erläutert werden sollen.

 

Soziales Lernen und Gewaltprävention in der Grundschule Altena

         Zuletzt überarbeitet im Februar 2017

 

Mit der Einschulung treffen in den 1. Klassen Kinder aus mehreren Kindergärten aufeinander. Hieraus sollen Klassengemeinschaften erwachsen, in denen die Kinder auf der Basis der oben beschriebenen Kompetenzen vier Jahre lang miteinander lernen und leben. Dieser Prozess wird vorrangig durch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer initiiert und gesteuert.

 

Ergänzt wird das soziale Miteinander in den Klassen durch ergänzende Projekte, wie „Mut tut gut“ und „Stark auch ohne Muckis“. Dabei kommen ausgebildete Trainer zu uns in die Schule und üben mit den Kindern, wie man Gewalt im Umgang mit seinen Mitschülern vermeidet und mit eigenen Stärken und auch Schwächen in einer Gruppe umgeht. Finanziert und durchgeführt werden diese Projekte vom Jugendamt der Stadt Altena.

 

Ein weiteres Projekt, "Klasse 2000 - Gesundheitsförderung in der Grundschule, Gewaltvorbeugung und Suchtvorbeugung", rundet das Ganze ab. Dieses Projekt zieht sich allerdings über vier Jahre hin. Finanziert wird „Klasse2000“ über Spenden. Partner der Grundschule Altena ist hier der Förderverein des Lions-Club Altena. Er übernimmt die Kosten für die Gesundheitsförderer, das Unterrichtsmaterial sowie die Organisation des Programms. Einzelheiten zu „Klasse2000“ sind unter www.grundschule-altena.de zu finden.

 

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